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Leimbrink, Kerstin (2016): Kommunikation von Anfang an. Die Entwicklung von Sprache in den ersten Lebensmonaten (2.Aufl.)

Leimbrink, Kerstin (2016): Kommunikation von Anfang an. Die Entwicklung
von Sprache in den ersten Lebensmonaten.
Tübingen: Stauffenburg Verlag
2016, 2. Aufl. 206 Seiten, kart., mit Videobeispielen auf CD.
ISBN 978-3-86057-191-0

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Forschungen zur Entwicklung des Menschen erleben gegenwärtig unter dem Einfluss neuer methodischer Möglichkeiten in den beteiligten Disziplinen eine spektakuläre Neuorientierung. Interaktion, Sprache und Kultur zählen nunmehr zu den Schlüsselbegriffen der Theoriebildung. Neue Fragen stellen sich: Was genau bewirkt Interaktion? Wie sind Entwicklung und Erwerb in diesem Rahmen zu rekonstruieren? Worin besteht das besondere Potential der Sprache? Wie spielen evolutionsbiologische, entwicklungstheoretische, kulturvergleichende, linguistische und interaktionstheoretische Erkenntnisse zusammen? An den Schnittstellen zwischen Anlage, Umwelt und sozialer Erfahrung in der Entwicklung werden in diesem Buch die Prozesse und Ressourcen der sozialen Matrix empirisch rekonstruiert.

Die Beiträge erörtern die evolutionären Entstehungsbedingungen von Schlüsselfähigkeiten wie kulturelles Lernen, vorsprachliche Verständigung, Sprache und ihren Erwerb, „Theory of Mind“, autobiographisches Gedächtnis sowie den Zugang zu Kulturtechniken wie Schreiben. Sie eröffnen neue Perspektiven auf Sprache und Verständigung, ihr anthropologisches und kulturelles Fundament sowie auf die Rolle von Sprache und Kultur in der Genese des Menschen.

Mit Beiträgen von: H.R. Duncker, H. Welzer, M. Carpenter und M. Tomasello, L. Röska-Hardy, H. Keller, L. Hoffmann, U. Quasthoff, H. Behrens, K. Leimbrink, P.Strähle, S. Ohlhues

Unmittelbar nach der Geburt nimmt der Säugling Kontakt zu seinen Bezugspersonen auf. Das Kind versucht mit Blicken, Bewegungen und Lauten zu kommunizieren, lange bevor es zu sprechen beginnt. Mütter und Kinder verständigen sich in elementarer Weise, noch bevor sie Gedanken austauschen können. Dabei erwirbt der Säugling grundlegende sprachliche und musikalische Fähigkeiten, die seine weitere Entwicklung beeinflussen. Das Buch liefert einen Beitrag zum frühkindlichen Sprach- und Musikerwerb, zur klinischen, sprachheilpädagogischen Prävention und zur Frühdiagnostik von Spracherwerbsverzögerungen. Es wendet sich an Spracherwerbsforscher, Psychologen und Pädagogen. Darüber hinaus gibt es Eltern und interessierten Laien wertvolle Hinweise auf die Bedeutung des frühen Austausches zwischen Kindern und Bezugspersonen für die Ausbildung sprachlicher und musikalischer Fähigkeiten.
Allgemeinverständlich und wissenschaftlich fundiert wird die sprachlich-kommunikative Entwicklung vom 2. bis 9. Lebensmonat unter sprachwissenschaftlichen, musikpsychologischen und entwicklungspsychologischen Fragestellungen dargestellt. Wie kommt ein Säugling zur Sprache? Wie verläuft seine stimmliche Entwicklung im ersten Lebensjahr? Inwieweit hängt die Entwicklung des Sprechens mit dem Singen zusammen? Welche Rolle spielen dabei motorische Fähigkeiten? Wie werden Emotionen ausgedrückt? Beginnt der Säugling selbst aktiv zu kommunizieren? Bedarf es der Unterstützung durch Bezugspersonen? Ab wann kommt es zu einem wirklichen Austausch und wie wirkt er sich auf die Sprachentwicklung des Kindes aus?
Die Autorin präsentiert neueste Forschungsergebnisse aus Entwicklungspsychologie, Linguistik, Pragmatik, Musikpsychologie und Musikpädagogik. Auf der Grundlage exakter Verhaltensbeobachtung werden die vokal-prosodische und die nonverbale Kommunikation von Mutter und Säugling mittels eines computergestützten Analyseverfahrens in Beziehung zueinander gesetzt. Auf diese Weise lassen sich bisher unbekannte frühkindliche Entwicklungsverläufe nachvollziehen und in Form prototypischer Kommunikationsstrukturen darstellen.
Mit Videobeispielen auf CD.

KERSTIN LEIMBRINK ist Linguistin und Musikpädagogin. Sie forscht und lehrt im Bereich Sprache und Musik am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund.



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Dr. phil. Kerstin Leimbrink
wissenschaftliche Mitarbeiterin