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Literaturwissenschaft

Forschungsprofil der germanistischen Literaturwissenschaft

Die literaturwissenschaftliche Forschung der Dortmunder Germanistik konzentriert sich auf Differenzkonzepte, die sich als Heterogenität, Diversität, Antagonismen und Kritik in ihren kulturellen Dimensionen untersuchen lassen. Dieser Fokus zielt gleichermaßen auf rhetorische und editionsphilologische Varianten, auf textuelle Störungen und Verwerfungen und Formen kultureller Abweichung. Die einzelnen Forschungsfelder, an denen sich die Literaturwissenschaft orientiert, eröffnen einen weiten und interdisziplinären Kontext und lassen sich in vier Punkten kurz skizzieren:

1. Im Forschungsfeld Kulturelle Ausdifferenzierung steht die ethnische, soziale, sprachliche und genderspezifische Diversität kultureller Systeme und Artefakte im Mittelpunkt. Erforscht werden Aspekte von Alterität und Hybridität im Bereich von Inter-/Transkulturalität mit einem Schwerpunkt auf der deutsch-türkischen Literatur und den Literaturen der Migration.

2. Dass literarische Texte selbst nur auf ihren Varianten basieren, macht vor allem die Schreibprozessforschung deutlich. Im Unterschied zu herkömmlichen Theorien des Schreibens ist der Forschungsschwerpunkt zur Genealogie des Schreibens differenztheoretisch geprägt.

3. Heterogenität bzw. Diversität zählen zu den Leitthemen im Forschungsfeld Literarische und mediale Bildung. Die Vermittlungsperspektive knüpft sowohl in literatur- wie auch in medienvermittelnder Sicht an die Perspektiven von Differenz und Vielfalt an. Besonders im Hinblick auf die Kulturtechnik des Lesens stellt sich die Aufgabe, differenzierendes Lernen in der Vermittlung zu berücksichtigen. Die Herausforderungen der Inklusion in unterschiedlichen Lehr- und Lernbereichen haben diese Sichtweise neu geschärft.

4. Im Forschungsfeld von Diskurs und Institution werden Prozesse der institutionellen Ausdifferenzierung (Bibliotheken, Schule, Verlage etc.) von Literatur, Medien und Sprache untersucht. Dazu gehören die Regulierungsprozesse der Ein- und Ausgrenzung sowie die Diskurse, Kollektivsymboliken und Dispositive der Literatur und ihrer Medien.